A1/A3-Prüfung: Einstieg für Fernpiloten in Deutschland
A1/A3 ist in Deutschland der verpflichtende erste Schritt in der offenen Kategorie. Dieser Leitfaden erklärt das offizielle LBA-Format, die prüfungsrelevanten Themen und wie Sie sich mit A2STS strukturiert und kostenlos vorbereiten — bevor Sie die behördliche Prüfung ablegen.
Contents
1. Warum A1/A3 die Pflichtbasis ist
Ohne die A1/A3-Kompetenz fehlt die rechtliche Grundlage für den regulären Einsatz von Drohnen in der offenen Kategorie. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) prüft genau diese Basiskenntnisse — nicht nur auswendig gelernte Definitionen, sondern Entscheidungen im Alltag: Abstand zu Menschen, Luftraum, Wetter und technische Grenzen.
Wer A1/A3 nur „durchboxen“ will, kämpft später bei A2 und STS mit denselben Themen erneut. Sinnvoller ist ein solides Verständnis: Regelwerk, Sicherheitskultur und typische Prüfungsfallen. Genau darauf legen LBA-Fragen und spätere Aufstiege Wert.
2. Offizielles Format bei der LBA
Die theoretische A1/A3-Prüfung folgt dem EU-weit harmonisierten Raster: 40 Multiple-Choice-Fragen in 40 Minuten, Bestehensgrenze 75 % (mindestens 30 richtige Antworten). In Deutschland wird die Prüfung über das LBA abgewickelt — in der Regel online über das behördliche Portal, ohne Präsenztermin.
Trainieren Sie von Anfang an mit Zeitdruck. Wer zu Hause locker 90 % schafft, liegt unter Prüfungsstress oft deutlich darunter. Ziel in der Vorbereitung: mehrere stabile Durchläufe mit ≥ 80 % bei realistischer Zeitvorgabe.
- 40 Fragen · 40 Minuten · 75 % zum Bestehen
- Behördliche Abnahme durch das LBA (nicht durch A2STS)
- Zeitmanagement separat üben — nicht nur Stoff pauken
3. Themen mit dem größten Prüfungsgewicht
Der Stoff entspricht dem EASA-Lehrplan für die offene Kategorie: Luftrecht und Einschränkungen, Luftraum und Geozonen, menschliche Faktoren, Betriebssicherheit, Meteo-Grundlagen und technische Grenzen der Drohne (u. a. CE-Klasse, MTOM). National kommen konkrete Verweise auf deutsche Umsetzung und Meldeportale hinzu.
Vor jedem Flug in Deutschland prüfen Sie Geozonen über die DFS-Drohnenkarte bzw. dipul — nicht über veraltete Screenshots. In dicht besiedelten Gebieten (z. B. Frankfurt, München, Berlin) treffen Sie schnell auf kontrollierten Luftraum oder Naturschutzauflagen; das Verständnis dieser Layer ist prüfungs- und praxisrelevant.
- Luftrecht & EU-Verordnung (EU) 2019/947
- Geozonen, Flughäfen, Kontrollzonen — DFS/dipul
- CE-Klassen C0–C4 und Betriebsgrenzen der offenen Kategorie
4. Registrierung und Betreiberpflichten in Deutschland
Als UAS-Betreiber registrieren Sie sich in Deutschland über dipul (Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt). Die Registrierungsnummer gehört auf die Drohne — unabhängig davon, ob Sie privat oder gewerblich fliegen. A1/A3 betrifft die Fernpiloten-Kompetenz; die Betreiberregistrierung ist ein separater, aber verpflichtender Schritt für die meisten Nutzer.
A2STS bereitet Sie auf die Theorieprüfung vor, ersetzt aber weder die LBA-Prüfung noch die behördliche Registrierung. Planen Sie beides: erst verständnisvoll lernen, dann offiziell prüfen und registrieren.
5. Kostenlos mit A2STS starten
A2STS bietet eine kostenlose A1/A3-Lernbasis mit erklärenden Fragen und Thementests — ideal, um Lücken sichtbar zu machen, bevor Sie die LBA-Prüfung buchen. Nutzen Sie die Simulationen bewusst: nach jedem Durchlauf Fehler nach Themen sortieren, nicht nur die Gesamtpunktzahl ansehen.
Erst wenn die Ergebnisse über mehrere Sessions stabil sind, lohnt der Schritt zu A2. Die meisten Konzepte aus A1/A3 wiederholen sich — nur in anspruchsvolleren Szenarien.
6. Nach bestandener A1/A3: sinnvolle Reihenfolge
Für viele Alltagsflüge in der offenen Kategorie reicht A1/A3 plus passende CE-Klasse und Geozonen-Check. Wer näher an unbeteiligte Personen fliegen oder kommerziell arbeiten will, plant A2 und später ggf. STS (spezifische Kategorie) ein — in dieser Reihenfolge, nicht parallel ohne Basis.
Höhere Kompetenzen unterliegen der EU-weiten Erneuerungslogik (in der Regel Fünfjahreszyklen). Kümmern Sie sich früh um saubere Dokumentation Ihrer Flüge und Qualifikationen — das erleichtert spätere Erneuerungen beim LBA.
Frequently asked questions
- Wie läuft die offizielle A1/A3-Prüfung in Deutschland ab?
- Beim LBA: 40 Fragen, 40 Minuten, 75 % zum Bestehen. Die Abnahme erfolgt behördlich — A2STS ist nur die Vorbereitungsplattform.
- Ist die A1/A3-Vorbereitung auf A2STS wirklich kostenlos?
- Ja. Die A1/A3-Theoriebasis mit umfangreicher Fragenübung ist kostenlos nutzbar. Bezahlt werden optional A2-, STS- oder Paket-Simulationen.
- Brauche ich sofort nach A1/A3 auch A2?
- Nur wenn Ihre geplanten Flüge die A1/A3-Grenzen überschreiten (z. B. näher an Menschen mit schwererer Drohne). Viele Hobbypiloten bleiben zunächst bei A1/A3.
- Wo registriere ich Drohne und Betreiber?
- In Deutschland über dipul. Das LBA ist die zuständige Behörde für die Fernpiloten-Kompetenznachweise; Registrierung und Flugvorbereitung laufen über die nationalen Portale.
- Welche Karte nutze ich für Flugverbote in Deutschland?
- Die DFS-Drohnenkarte und die Geozonen-Informationen in dipul — kurz vor jedem Flug erneut prüfen, da sich Einschränkungen ändern können.
Authority & sources
A2STS Redaktion · Reviewed by: EASA UAS-Lehrplan angepasst