Unfälle und Vorfälle: Melden und dokumentieren
EASA und Mitgliedstaaten verlangen Meldung schwerer Vorfälle und Unfälle bei UAS-Operationen. Schwerer Vorfall: Sachschaden, Verletzung oder erhebliches Sicherheitsrisiko. Der Betreiber muss sofort handeln und dokumentieren — unabhängig von offener oder Specific-Kategorie.
Contents
1. Was und wann melden
Meldepflicht bei Erfüllung der Kriterien für ernsthafte Vorfälle — auch gewerbliche Open-Kategorie-Piloten betroffen, nicht nur Specific.
In Deutschland: Meldewege über LBA und nationale Verfahren — Formulare auf lba.de.
2. Ablauf vor und nach Meldung
Sicherheit zuerst: Flug stoppen, Hilfe leisten, Unglücksort sichern. Beweise: Flugbuch, Telemetrie, Zeugen, Zustand von Luftfahrzeug und Akku.
Meldung enthält Datum, Ort, Typ, MTOM, Betreiber-e-ID, Pilotenzeugnisse, Wetter, Schilderung.
- So schnell wie möglich — oft 24–72 Stunden
- Versicherung parallel informieren
- Near-Misses intern dokumentieren
3. Versicherung und Haftung
OC-Haftpflicht deckt Drittschaden — Verspätung kann Deckung gefährden. Gewerblich: Police mit Gewerbedeckung, nicht nur Hobby.
Geozonenverstoß oder Flug ohne gültiges Zeugnis verschärft regulatorische und versicherungstechnische Folgen — Verordnung (EU) 2019/947.
4. Prävention
Die meisten Unfälle: ungeprüfte Geozonen, Wetter, Akku. Konsequentes Flugbuch und Risikobewertung senken Rate.
A2STS Human Factors und Operations-Themen helfen, Risiken früh zu erkennen. Kultur: Near-Miss melden.
Frequently asked questions
- Muss Hobby-Pilot melden?
- Ja, wenn Kriterien für schweren Vorfall erfüllt — Betreiberpflicht unabhängig vom Gewerbe-Status.
- Meldefrist?
- Unverzüglich — typisch innerhalb von 24–72 Stunden; LBA-Richtlinien und Police prüfen.
- Wo melden in Deutschland?
- LBA-Vorgaben auf lba.de — ggf. über vorgesehene Meldeportale; Versicherung separat.
Authority & sources
A2STS Redaktion · Reviewed by: EASA UAS-Lehrplan angepasst