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Meteorologie für Drohnenpiloten: Prüfungs- und Fluggrundlagen

Das Wetter entscheidet, ob ein Flug sicher ist — und ob Sie Szenariofragen in A2 und STS bestehen. In Deutschland mit wechselhaftem Wetter, Böen an Küsten und Nebel in Tallagen ist Meteorologie prüfungs- und praxisrelevant.

A2STS editorial16 min read

Contents

1. Warum Meteorologie intensiv geprüft wird

Etwa 15–20 % der A2-Fragen und ein ähnlicher Anteil in STS betreffen Wetter. Items sind szenariobasiert: Gegeben METAR/TAF oder Bedingungen — fliegen, verschieben oder Höhe ändern?

Auswendiglernen von Definitionen reicht nicht. Sie müssen Wind-, Sicht- und Wolkenlimits mit operativen Entscheidungen verknüpfen — auch bei wechselhaftem Herbstwetter oder Thermik über offenen Flächen.

2. Wind, Böen und Turbulenz

Hersteller-Maximalwindwerte (oft 10–12 m/s) sind nicht für jede Mission sicher. Böen können den Mittelwind um 30–50 % überschreiten — besonders in urbanen Innenhöfen oder an Gebäudekanten.

Windscherung und Gebäudewirbel sind häufige Ursachen für Kontrollverlust nahe Hindernissen. Prüfungsfragen verbergen Risiko oft hinter scheinbar moderaten Durchschnittswerten.

  • Böen prüfen, nicht nur Mittelwind
  • Abstand zu Hindernissen vergrößern
  • Höhe in unsicheren Scherzonen reduzieren

3. Sicht und Wolkenabstand (offene Kategorie)

Lernen Sie die numerischen Grenzwerte aus EU-Prüfungsfragen: typischerweise 5 km Sichtweite und definierte horizontale/vertikale Wolkenabstände.

Nahe Wolkenuntergrenze oder bei reduzierter Sicht ist die sichere Antwort meist: Flug verschieben oder Plan ändern — nicht Grenzen ausreizen.

  • Mindestsicht 5 km (typischer Prüfungswert)
  • 1,5 km horizontaler Abstand zu Wolken
  • 100 m unter / 1.000 m über Wolken (Lehrwerte)

4. METAR und TAF lesen

METAR ist ein kodierter Flugplatzbericht. Prüfer erwarten, dass Sie Windrichtung/-geschwindigkeit, Sichtgruppen, Wolkenschichten und Temperatur/Taupunkt entschlüsseln.

Beispielfragment: 27015KT bedeutet Wind aus 270° mit 15 kt; 9999 steht für Sicht 10 km oder mehr; FEW030 für vereinzelte Wolken in 3.000 ft.

Üben Sie, METAR in klare Go/No-Go-Entscheidungen zu übersetzen — genau das prüfen Szenariofragen.

5. Temperatur und LiPo-Leistung

Kälte reduziert nutzbare Akkukapazität und Spannung unter Last. Prüfungsfragen verbinden Meteorologie mit Batteriesicherheit: Vorwärmen, kürzere Flüge, Abbruchregeln.

Kombinieren Sie dieses Kapitel mit dem LiPo-Sicherheitsleitfaden — Prüfer behandeln beides als eine Entscheidungskette.

6. Zweiwöchiger Meteorologie-Sprint

Woche 1: Grenzwerte, METAR-Gruppen, Windkonzepte. Woche 2: gemischte Szenarioübungen in A2STS-Thementests, dann Fehlerrate in Volldurchläufen prüfen.

Ziel: unter 10 % Meteorologie-Fehlerquote, bevor Sie A2 oder STS bei einer PStF buchen.

Frequently asked questions

Wie viel der A2-Prüfung ist Wetter?
Rechnen Sie mit etwa 15–20 % — oft eingebettet in Multi-Themen-Szenarien, nicht als isolierte Definitionen.
Brauche ich volle Luftfahrtmeteorologie?
Nein — fokussieren Sie auf UAS-relevante METAR-Elemente, Windrisiko und offene-Kategorie-Minima.
Wo übe ich Meteorologie für die PStF?
A2STS-Thementests und Simulationen enthalten Meteorologie mit Erklärungen — ideal für gezieltes Training.
Gilt das Gleiche für STS?
Ja. STS-Szenarien prüfen Wetterentscheidungen im prozeduralen Kontext — oft mit höherer Komplexität als A2.

Authority & sources

A2STS Redaktion · Reviewed by: EASA UAS-Lehrplan angepasst