C4-Klasse Drohnen im EU-Regelwerk
Fluggeräteklasse und Betriebskategorie müssen zusammenpassen — die falsche CE-Klasse blockiert legale Einsätze. So ordnen Sie C4 in Deutschland ein.
Contents
1. Was C4 bedeutet
C4 ist eine CE-Kennzeichnungsklasse für unbemannte Luftfahrtsysteme mit maximaler Startmasse unter 25 kg, die für den Betrieb in der Unterkategorie A3 der offenen Kategorie ausgelegt sind — typischerweise ältere oder selbstgebaute Modelle ohne vollständige C0–C3-Zertifizierung.
Die Kennzeichnung ist eine Hersteller- bzw. Eigenbauerklärung im EASA-Rahmen. Sie ersetzt weder das A1/A3-Kompetenznachweis beim LBA noch die Betreiberregistrierung über dipul.
2. A3-Betrieb mit C4 — Abstand zu Personen
C4-Drohnen sind für A3-Szenarien gedacht: Flug fern von unbeteiligten Personen, ohne Überflüge über Menschenmengen. Das Betriebshandbuch und die EU-Verordnung (EU) 2019/947 definieren die konkreten Abstände.
Wer näher an Menschen fliegen will, braucht in der Regel eine niedrigere Klasse (z. B. C2) plus A2-Kompetenz — C4 allein erlaubt das nicht.
- C4 → Unterkategorie A3 (Abstand zu unbeteiligten Personen)
- Kein Einsatz über Menschenmengen in der offenen Kategorie
- Handbuch und nationale Geozonen (DFS/dipul) zusätzlich beachten
3. Wann trotzdem A2 nötig ist
Schwerere oder näher an Personen geplante Missionen erfordern oft C2-Drohnen und das A2-Fernpilotenzeugnis. Die CE-Klasse allein ersetzt keine höhere Qualifikation.
Gewerbliche Innenstadt- oder Immobilienaufnahmen überschreiten häufig A3-Grenzen — dann A2 bei PStF und 30 € LBA-Ausstellungsgebühr einplanen.
4. Prüfungsrelevanz beim LBA
A1/A3- und A2-Prüfungen vergleichen die Klassen C0 bis C4 und verknüpfen sie mit Unterkategorien A1, A2 und A3. Lernen Sie Tabellen, nicht nur Definitionen.
Typische Fragen: Welche Klasse erlaubt welchen Betrieb? Welche Qualifikation ist zusätzlich nötig? Welche Startmasse-Grenzen gelten?
5. Kaufberatung für Deutschland
Passen Sie die Fluggeräteklasse zu den Missionen, die Sie verkaufen wollen — nicht nur zu Hobbyplänen. Eine günstige C4-Legacy-Drohne blockiert städtische Aufträge ohne A2-taugliches Equipment.
Vor dem Kauf klären: Geplante Einsatzorte (Geozonen), Versicherung, LBA-Qualifikationspfad und ob CE-Kennzeichnung am Gerät nachvollziehbar dokumentiert ist.
Frequently asked questions
- Darf ich mit C4 über Menschen fliegen?
- Nein. C4 ist für A3-Betrieb mit Abstand zu unbeteiligten Personen ausgelegt — nicht für Überflüge über Menschen.
- Brauche ich für C4 ein LBA-Zeugnis?
- Ja. A1/A3 ist die Mindestqualifikation für die offene Kategorie; C4 bestimmt nur die erlaubten Betriebsgrenzen der Drohne.
- Was ist der Unterschied zwischen C3 und C4?
- Beide adressieren schwerere Systeme unter 25 kg, C4 gilt für Legacy-/Eigenbau-Fälle in A3. Details stehen in der EU-Produktverordnung und im Handbuch.
- Reicht C4 für gewerbliche Stadtflüge?
- Selten. Nähe zu Personen und Geozonen erfordern meist A2, passende CE-Klasse und sorgfältige Flugvorbereitung.
- Wo übe ich CE-Klassen für die Prüfung?
- Kostenlose A1/A3-Themen auf A2STS; für Vertiefung A2-Simulationen und den Leitfaden zu EASA-Kategorien.
Authority & sources
A2STS Redaktion · Reviewed by: EASA UAS-Lehrplan angepasst